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Künstlicher Herzschlag, 23 Tage nach Eröffnung des Hescheler Forschungsinstituts

Posted:2016-02-03

Am 27. Nov. 2015 wurde das Shanghai Hescheler Institute mit der Unterstützung von Shanghai Industrial Technology Institute eröffnet. Kurz nach der Eröffnung hat dieses Institut bereits einen großen Erfolg bei der Züchtung von Herzmuskelstammzellen erzielt. Im Januar 2016 wurden diese Zellen im Labor der Forschungsgruppe des Hescheler Institute gezüchtet. Nach 23 Tagen entwickelten diese Zellen sich von Stammzellen in voll entwickelte Herzmuskelzellen. Als unsere Jornalisten durch das Mikroskop das rhythmische Kontrahieren dieser Zellen sahen, war es sehr beeindruckend. Warum wollen die Wissenschaftler die Herzmuskelzellen aber züchten?

                                                                     

Bild Links: Wissenschaftler beobachtet die Probe

Bild Rechts: Herzmuskelzellen Kontraktion

Lsut Herrn Dr.-Ing. Zhou, Direktor des Forschungsinstituts sind Zellen die kleinsten Bausteine aller Lebewesen und arbeiten wie kleine Kraftwerke, damit unser Körper funktioniert. Die Funktion der Zellen entscheidet die Funktion der Organe. Zum Beispiel strukturieren die Herzmuskelzellen das Herz, das ein lebensnotwendiges Organ darstellt. Voll entwickelte Herzmuskelzellen teilen sich nicht mehr. Wenn also einige dieser Zellen infolge eines Herzinfarkts gestorben wären, werden sie nicht durch neue Herzmuskelzellen, sondern durch Narbengewebe ersetzt. Aus diesem Grund besteht eine große Gefahr für geschädigte Herzen, wenn die gestorbenen Herzmuskelzellen nicht durch neue ersetzt werden können. Eine Stammzelle ist eine Art Ursprungszelle, die sich unbegrenzt vermehren und alle Zelltypen des Körpers bilden kann, z.B. Herzmuskelzelle, Nervenzelle. Die neue Behandlungstherapie des Herzinfarkts beruht auf einem Verfahren, das die Transplantation von einer Mischung der Herzmuskelzellen aus Stammzellen und normalen Zellen bildet. Diese Mischung bewirkt, dass das geschädigte Herz durch neue Stammzellen regneriert wird. In einer Statistik wird erfasst, dass es in China jedes Jahr fast 550000 Menschen am plötzlichen Herztod sterben durchschnittlich sterben täglich über 1000 Menschen. Um diese Tragik zu beschränken, ist der Einsatz von Stammzellen in der Behandlungstherapie sehr wichtig. Eine der wichtigsten Aufgaben des Shanghai Hescheler Forschungsinstituts ist es, mit den gezüchteten Herzmuskelzellen die von einem Herzinfarkt hervorgerufenen Schäden zu heilen. 

 

Warum kann das Shanghai Hescheler Forschungsinstitut in einer so kurzen Zeit so einen Erfolg einfahren? Die Zusammensetzung der Forschungsgruppe hat zu diesem Erfolg viel beitragen. Unterstützt wurde das Institut durch die Firmen IWC Shanghai Academy of Sciences & Technology (SAST) und Shanghai Industrial Technology Institute (SITI) mit dem Schwerpunkt auf deutsch-chinesische Anwendungstechnologieforschung für Stammzellen. Die Zielaufgabe des Instituts ist Verstärkung des aktuellen Forschungszustands und Förderung der technologischen Umwandlung in der Praxis.


Gründungszeremonie des Shanghai Hescheler Forschungsinstituts 27.11.2015

Dieser Erfolg stärkt die Konkurrenzkraft von der chinesischen medizinischen Behandlung im internationalen Bereich „Stammzellenforschung“. Gleichzeitig werden auch mehr Forschungsplätze für junge Mediziner in China angeboten. Der Chief Scientist Professor Jürgen Hescheler hat 2004 die Deutsche Gesellschaft für Stammzellenforschung gegründet und ist deren Präsident. Er ist ein Direktor des Instituts für Neurophysiologie an der Universität Köln. Für das Shanghai Hescheler Institute hat Professor Hescheler eine Forschungsgruppe gebildet, zusammengesetzt aus deutschen und chinesischen Wissenschaftlern. Das Ziel der internationalen Zusammenarbeit ist es, eine Plattform zu bilden, die den internationalen Austausch und die klinische Anwendung bzw die Stammzellenforschung miteinander kombiniert. Obwohl das Institut erst vor 2 Monaten gegründet wurde, besitzt es schon jetzt die notwendige Forschungserfahrung, die von der Universität Köln und des Forschungsteams von Professor Hescheler in den letzten 20 Jahren entwickelt wurde. Insbesondere bei der Kerntechnik, die die Stammzellen zu isolieren, hat es eine internationale führende Position inne. So kommt der junge Forscher des Kernforschungsteams Liu Wen aus der deutschen Forschungsgruppe. Shanghai Academy of Sciences & Technology (SAST) und Shanghai Industrial Technology Institute(SITI) haben bereits technologische Vorteile vor allem in der Taxidermie, Bestand von Testtieren, der biologischen Datenanalyse und der Kommunikation mit klinischen Teams für ein Kooperationsnetzwerk. Ebenso ist der stellvertretende Direktor des Shanghai Hescheler Institute Dr. Wang Zhiming jahrelang im Shanghai Industrial Technology Institute(SITI) tätig. Nur durch eine starke Unterstützung der Wissenschaft, die Erlangung der Kompetenz eines effizienten technologischen deutschen Labors, ergibt die Voraussetzung, dass man in kurzer Zeit einen großen Erfolg haben kann.

 

Dr. Zhou hat noch weiter erklärt, dass das Ziel des Shanghai Hescheler Forschungsinstituts die Produktion dieser Stammzellen ist. Aus diesem Grund werden  gleichzeitig noch andere Forschungsthemen wie zum Beispiel Planung einer biologischen Probe-Datenbank, klinische Untersuchung mit Stammzellen sowie Untersuchung übergreifender Anwendungstechnik, angegangen.

 

Die Produktion einer großen Menge von Stammzellen und funktionellen Zellen birgt gleichzeitig die Chance für eine biologische 3D-Drucktechnik. Die Zellteilung ist unter normalen Umständen ein streng reglementierter Prozess, der für fast alle Organe des menschlichen Körpers gilt. So können zum Beispiel künstliche Blutgefäße, Knorpelsysteme, Leber, Nieren und Herz gedruckt werden. Bevor diese 3D-Druckverfahren für Gewebe erfunden werden, werden Organe im Labor gezüchtet, indem sie Zellen auf dreidimensionalen Unterlagen aus Kunststoff oder tierischen Kollagengerüsten wachsen lassen. Für die Anwendung von 3D-Druckverfahren an menschlichen Organen dienen die Stammzellen als Grundlage. Die Fähigkeit der Teilung und Vermehrung der Stammzellen bietet die wichtigste Voraussetzung für die Durchführung des Druckverfahrens.

 

Das Forschungsinstitut fördert in erster Linie industrielle Anwendung der Forschungsergebnisse. Deswegen wird eine Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie und Krankenhäusern besonders benötigt, um das Forschungsergebnis in der Praxis umwandeln zu können. Während der Forschung hat das Institut noch mehrere Patente entwickelt, was für den nächsten Schritt der Produktion von großer Bedeutung sein wird.

 

Weltweit warten Millionen schwer kranker Menschen auf solche lebensrettende biologische Ersatzteile und die Lösung dafür bietet die Forschung der Stammzellen. Für China gilt nicht nur eine neue Chance, auch bei technologischer Entwicklung eine führende Rolle anzuvisieren. Gefördert wird es auch durch den allgemeinen Trend in China, dass der Staat die Wirtschaftsentwicklung umstrukturiert. Das Shanghai Hescheler Institute als eine neue Plattform für eine intensive Deutsch-chinesische Kooperation wird in der Zukunft in seinem Bereich zur wissenschaftlichen Entwicklung Chinas beitragen.

 

 

Biografie



Herr Jürgen Hescheler wurde 1994 Professor und Direktor des Instituts für Neurophysiologie an der Universitätsklinik Köln. 2004 gründete er die Deutsche Gesellschaft für Stammzellenforschung und ist deren Präsident. 2006 wurde er Koordinator des Europäischen Konsortiums Crystal (CRYo-banking of Stem Cells for human Therapeutic AppLication). 2008 Ernennung zum Koordinator des Europäischen Konsortiums ESNATS („Embryonic Stem cell-based Novel Alternative Testing Strategies“). Der Hauptdirector des Lehrbuchs Psychologie. Director von 18 internationale Zeitschriften wieScience》、《Natureu.ä.. 1998 Visiting Professor der Tongji Medical University in Wuhan/China, 2009 Ehrendoktor der Tongji Medical University in Wuhan. Prof. Dr. Hescheler hat nicht nur die Spitzentechnologie in Stammzellen nach China gebracht, sondern auch über 300 deutsche Firmen, mit den die chinesische Firmen kooperieren können.

 

 

 



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Herr Thorsten Lind

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